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Mapbender3 als zentrales / dezentrales Informationssystem bei Vattenfall Europe Wärme

Seit 2011 entwickelt die WhereGroup GmbH die Version 3 des webbasierten GI-Systems Mapbender. Als Pilotkunde konnte die Vattenfall Europe Wärme AG gewonnen werden, die bereits die Vorgänger-Version 2 einsetzt. Für Vattenfall Europe Wärme AG war es Ziel, ein Auskunfts- und Feedbacksystem zu erstellen, welches als zentraler Dienst im Netzwerk von Vattenfall eingesetzt und mit minimalen Anpassungen als dezentrales Auskunftssystem auf mobilen Geräten der Außendienstmitarbeiter eingesetzt werden kann.
Basierend auf den führenden und weltweit im Einsatz stehenden Open-Source-Komponenten wie PostgreSQL/PostGIS, Apache und PHP ist das Auskunftssystem IASW++ (Intranet-AuskunftsSystem Wärme) entstanden, welches mit Rolling Releases um zusätzliche Komponenten erweitert wird, um weitere Software-Systeme wie SAP PM und DMS von Vattenfall Europe Wärme über die graphische Oberfläche prozessorientiert anzubinden.
Die Kartenanwendung wird standortübergreifend in Berlin und Hamburg von verschiedenen Anwendergruppen (Bsp. Betrieb, Vertrieb, Planung), also rollenbasiert genutzt. Die Karteninhalte und Werkzeuge werden entsprechend rollenbasiert bereitgestellt, um jeder Anwendergruppe jeweils optimale Prozessunterstützung anzubieten.

Features als Ausgangspunkt für Aktionen

Neben der performanten Rasterdarstellung auf Basis von OGC WMS-Diensten, stehen die einzelnen Features wie Leitungen, Stationen und Trassenpunkte im Vordergrund des Interesses. Daher wurde die Möglichkeit geschaffen, Features aus thematischen Gruppen per OGC WFS zu laden, welche dann performant direkt via Mouseover als Popup oder über räumliche Selektionen abfragbar sind. Da diese Abfrageresultate im Regelfall Ausgangspunkt für weiterführende Aktionen sind, kann jede Featureklasse mit eigenen Aktionen konfiguriert werden. Dies kann die Abfrage einer Bauteilliste, ein externer Aufruf oder Export/Download von Daten in andere Formaten sein.


Von der zentralen Anwendung zum dezentralen Anwender

Diese besondere Eigenheit entspricht der Forderung, das System mit geringst möglichen Anpassungen dezentral und offline einsetzen zu können. Außendienstmitarbeiter sind zwar heute mit leistungsfähigen und mobilen Computern ausgestattet, aber auch im urbanen Umfeld ist eine mobile und schnelle Internetanbindung nicht immer garantiert. Dennoch soll ein Großteil der „online“ verfügbaren Daten und Möglichkeiten „offline“ zur Verfügung stehen, und dabei sollte der Anwender in der ihm bereits bekannten Softwareumgebung operieren können, ohne ein zweites Expertensystem erlernen zu müssen.
Um dieses Ziel mit einem Web-basierten System zu erreichen, werden die dezentralen Computer-Systeme mit einer Datenbank, eigenem Webserver, eigenem Geoserver und Mapbender3-Installation versehen, welche damit ein eigenes lokales Netz für die Webprotokolle und -dienste bereitstellen.
Für einen geringst möglichen Wartungsaufwand wird für die Erstinstallation ein mit Inno Setup erstelltes Installationspaket verwendet, welches im Intranet von den einzelnen Clients bezogen wird. Für die Aktualisierung der Softwarekomponenten und Datenbestände werden selbst entwickelte Funktionalitäten eingesetzt, welche stets im Fokus haben, dass der Anwender die Kontrolle darüber hat, ob ein Update eingespielt wird.

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