In ganz Deutschland vollzieht sich derzeit der Umstieg von DHDN/Gauß-Krüger zum neuen amtlichen Bezugssystem ETRS89. Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) hat 1995 die Einführung des ETRS89 (European Terrestrial Reference System 1989) in Verbindung mit der UTM-Abbildung beschlossen. Mit diesem Beschluss besteht für alle Vermessungsverwaltungen der Bundesländer die Verpflichtung, auch die Bestandteile des Liegenschaftskatasters von DHDN/Gauß-Krüger in das neue amtliche Bezugssystem ETRS89/UTM zu überführen.
Seit dem 01.01.2009 gibt nun die Bezirksregierung Köln die Geobasisdaten der Landesvermessung für NRW standardmäßig in ETRS89/UTM ab. Die Umstellung aller Geobasisdaten auf ein einheitliches Lagebezugssystem wird folgende Vorteile bringen: Geobasisdaten verschiedener Herkunft werden in einem bundes-/europaweit einheitlichem Raumbezugssystem bereitgestellt und können somit problemlos miteinander verschnitten werden. Fachdaten können den Geobasisdaten problemlos zugeordnet werden. Positionsbestimmungen unter Nutzung des SAPOS (Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung) erfolgen direkt und schnell im amtlichen Bezugssystem ETRS89. Nordrhein-westfälische Geodaten werden ausschließlich in der UTM-Zone 32 abgebildet, so dass bisher erforderliche Streifenwechsel vermieden werden.
Der Bezugssystemwechsel führt jedoch zu einer Verschiebung der Koordinatenwerte im Rechts- und im Hochwert von bis zu mehreren hundert Metern. Dies ist auf den Wechsel vom Bessel-Ellipsoid zum Ellipsoid des Geodätischen Referenzsystems 1980 (GRS80), den Übergang vom Deutschen Hauptdreiecksnetz (DHDN) zum ETRS89 und den Wechsel von der Gauß-Krüger- zur UTM-Abbildung zurückzuführen.
Die WhereGroup untersützt SIe bei der Migration nach ETRS 89 durch Know-how und den Einsatz leistungsstarker Freier Software.