Nein. Jedes Projekt muss einzeln betrachtet werden. Freie Software Lizenzmodelle hingegen sind sowohl für Anwender als auch Entwickler pauschal besser. Open Source Entwicklungskonzepte sind proprietären oder geschlossenen Entwicklungskonzepten ebenfalls überlegen. Pauschale Aussagen über alle Projekte sind dagegen nicht möglich. Unabhängige Organisationen helfen Ihnen sich zu orientieren welche Projekte wirklich gut sind.
beinhaltet vier Freiheiten des Nutzers:
a) GNU General Public License (GPL)
Die GNU GPL Lizenz garantiert Anwendern und Entwicklern die Freiheit, ein Programm nutzen, verändern und weitergeben zu dürfen. Die einzige Auflage der Lizenz ist, dass abgeleitete Programme ebenfalls unter die GPL gestellt werden müssen. Erlaubt ist, mit GPL Software Geld zu verdienen, beispielsweise durch ein Angebot entsprechenden Supports oder mit der Vervielfältigung auf Datenträger.
b) GNU Lesser General Public License (LGPL)
Etwas weniger Schutz bietet die LGPL Lizenz. Programme dürfen LGPL Software dynamisch verbinden, ohne dass das entsprechende Programm selbst gänzlich unter der LGPL freigegeben werden muss. Der LGPL lizensierte Teil bleibt dagegen immer unter dieser Lizenz und alle Änderungen daran müssen ebefalls wieder an die Gemeinschaft zurückgegeben (veröffentlicht) werden. Damit eignet sich die LGPL besonders als Lizenz für Bibliotheken, deren Benutzung man auch Programmierern proprietärer Programme erlauben will.
c) MIT und BSD
Weniger restriktive Bespiele was die Einbindung in proprietäre Software betrifft sind die MIT (Massachustes Institue of Technology) und BSD (Berkeley Software Distribution) Lizenzen. Sie bieten Anwendern und Entwicklern ebenfalls die gleichen Freiheiten in Bezug auf kostenfreie Nutzung, Weitergabe und die Erlaubnis Veränderungen an der Software vozunehmen.
50% der Open Source Projekte werden in kommerzieller Absicht von Firmen oder Einzelpersonen hergestellt. Die Entwickler der anderen 50% handeln auch nicht (nur) aus Altruismus. Ihre Motivation liegt in der Problemlösung, Spaß am Programmieren und dem Erwerb von Reputation.
Sehr sicher (siehe auch 0). In Open Source Software fließt das Wissen und die Erfahrung einer Vielzahl von Anwendern und Entwicklern ein. Entwicklergruppen bilden sich und arbeiten weltweit zusammen. Die Quelltexte der Programmierung werden laufend geprüft, Probleme werden schnell erkannt und Fehler sofort behoben. Die Kommunikation erfolgt durch Anwenderforen und Newsgroups.
Sehr sicher. Internationalen Entwicklergemeinschaften arbeiten ständig an der Verbesserung und Erweiterung von Open Source Software Produkten. Der Fortschritt ist deshalb nicht von einer einzelnen Person oder Unternehmensentscheidung abhängig (einschränkend hierzu siehe auch 0). Die Freie Software Lizenz garantiert den allgemeinen, offenen Zugriff. Im Gegensatz dazu können die Hersteller von proprietärer Software jederzeit die Entwicklung und Unterstützung eines Softwareprodukts einstellen. Ausschließlich der Besitzer der Rechte an der Software entscheidet darüber, ob Software weiterentwickelt wird oder nicht.
Mit professionellen Dienstleistungen rund um die Software:
Der Hauptanteil am Markt liegt mit ca. 40% bei der Beratung, je 30% entfallen auf Wissensvermittlung und Installation/Entwicklung
Das Webportal "SourceForge.net" dient zur Entwicklung von Open Source Programmen und wird von Software-Entwicklern zur Verwaltung von über hunderttausend Projekten genutzt. Viele erfolgreiche Projekte sind hier gestartet, ein großer Teil dieses Sammelsuriums ist jedoch nie richtig gestartet oder nicht mehr aktiv.
Die Open Source Geospatial Foundation kümmert sich um korrekte Lizensierung der Software, tritt im Rechtsfall ein und begleitet formale Prozesse der Software Projekte, um die Integrität, Produktivität und Zukunftssicherheit der Projekte zu festigen. Das schützt sowohl Entwickler als auch Anwender und Kunden. Die zentralen Aufgaben liegen
Open Source Software unterliegt einer ständigen Qualitätskontrolle. Aus Sicht der Programmierer ist eine Open Source Softwareentwicklung ein evolutionärer Prozess – es gibt immer Möglichkeiten, die Software zu optimieren oder zu erweitern. Schon deshalb sorgt ein dezentrales Netz von Anwendern und Entwicklern für die ständige Qualitätskontrolle. Es ist nachgewiesen, dass die Fehlfunktionen von Open Source Software auf einem sehr niedrigen Niveau liegen.
Auch Open Source Software ist komplex und soll unter vielfältigen Bedingungen fehlerfrei funktionieren. Das Auftreten von Fehlern kann also nicht ausgeschlossen werden, für den Anwender wichtig ist jedoch deren vollständige und transparente Behebung. Die offene Verfügbarkeit des Source Codes ermöglicht es einer beliebig großen Zahl von Anwendern, kurzfristig die Fehlerursache zu finden und zu beheben. Die im Entwicklungsprozess verwendeten Kommunikationskanäle der Gemeinschaft der Entwickler erlauben bei Problemen eine rasche Kommunikation und eine gemeinsame Anstrengung zur raschen Lösung. Damit können Anwender viel schneller mit der Antwort auf entsprechende Meldungen oder auf Lösungen bei öffentlich bekannten Fehlern rechnen.
Ja. Open Source Software geht schonender mit Systemressourcen um. Die Funktionalität ergibt sich aus den unmittelbaren Wünschen der Anwender und nicht aus Überlegungen von Marketingabteilungen. Die angestrebte Neutralität der System- und Hardwareplattformen zwingt die Entwickler zu klaren Konzepten. Diese und weitere Gründe führen zu schlanken und effizienten Programmen, die kleinere Systeme erlauben oder bei gleich gewählten Systemen zu überlegener Leistung führen.