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Freie Software

Das Konzept der freien Software wurde von Richard Stallman im Jahr 1983 erstmals klar definiert, bis dahin war es schlicht das einzige, weil naheliegendste Entwicklungsmodell. Das Grundprinzip ist die Wahrung der öffentlichen Verfügbarkeit des Quellcodes, um einer möglichst breiten Entwicklerbasis die Prüfung des Codes zu ermöglichen. Diese Ziele konnten durch ein spezielles Copyright erreicht werden, das die Nutzerrechte nicht beschneidet, sondern explizit schützt und deshalb in der schärfsten Form auch als Copyleft bezeichnet wird.

Der Begriff "frei" im Kontext freier Software soll wie in "freie Rede" verstanden werden, nicht wie in "Freibier". Freie Software bedeutet die Freiheit des Nutzers, die Software zu verwenden, sie zu kopieren, weiterzuverteilen, zu studieren, sie zu ändern und zu verbessern. Genauer, sie beinhaltet vier Freiheiten des Nutzers:

  • Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck zu benutzen.
  • Die Freiheit zu verstehen, wie das Programm funktioniert und wie man es für seine Ansprüche anpassen kann. Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.
  • Die Freiheit Kopien zu erstellen und das Programm zu verarbeiten.
  • Die Freiheit das Programm zu verbessern und die Verbesserungen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit die ganze Gemeinschaft davon profitieren kann. Auch dafür ist der Zugang zum Quellcode notwendig. 

Damit Software in diesem Sinne frei ist, muss ihr Source Code ohne Restriktionen verfügbar sein.
Freie Software unterscheidet sich von proprietärer Software also hauptsächlich durch unterschiedliche Vertriebsbedingungen. Eine ganze Reihe von "Nebeneffekten", z.B. der breite Peer-Review-Prozess, führen dazu, dass freie Software oft von sehr hoher Qualität, Stabilität und großem Pragmatismus geprägt ist. 

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