Im Frühjahr 2008 wurde das Geodatenportal der Stadt Neubrandenburg freigeschaltet. An ihm sind die lokalen Lieferanten für Geodaten beteiligt, unter anderem die Stadtverwaltung, das Katasteramt und die Stadtwerke. Das Geoportal gehört zum modernen Image der Stadt und verfolgt darüber hinaus ganz konkrete Ziele:
Zum Projektstart wurden Entwicklungsaufgaben an die WhereGroup und dem örtlichen Partner Blom Deutschland vergeben. Für die wissenschaftliche Begleitung wurden die Hochschule Neubrandenburg und die Universität Rostock beteiligt. In Neubrandenburg gelang eine Finanzierung über EU-Mittel nach dem Förderprogramm Urban II, an das in Neubrandenburg traditionell durchgeführte Monitoring der Sozialdaten angeknüpft wurde.
Für die Anforderungen in Neubrandenburg wurde die Geoportal Software Mapbender um wichtige Ausgabeformate erweitert: Shape, SVG und GeoTIFF sowie druckbare Dateien im PDF Format bis DIN A2, später bis DIN A0. Eine weitere wichtige Funktion ist die Metadatensuche nach einem Katalog. Die Lösung scannt regelmäßig alle angeschlossenen Datenbestände nach Metadaten und stellt diese in einem Online-Katalog zusammen. Der Benutzer kann dann genau erkennen, auf welche Suchworte das System eingestellt ist.
Das Projekt nimmt laut Professor Wolfgang Kresse, Dekan des Fachbereichs Landschaftsarchitektur, Geoinformatik, Geodäsie und Bauingenieurwesen von der Fachhochschule Neubrandenburg, innerhalb des Bundeslandes eine besondere Stellung ein. Erstmals sei in Mecklenburg-Vorpommern die technische Integration von allen kommunalen Daten in einem Portal realisiert worden. Folgende Datenbestände wurden bereits in das Geodatenportal integriert:
Die Hochschule Neubrandenburg arbeitet an einem sehr detallierten 3D-Modell der Innenstadt. Die Verknüpfung von Schrägluftbildern mit dem Geodatenportal ist in Arbeit.