Geoportale ermöglichen den Zugriff auf Karten- und Geometriedienste, die über Geodateninfrastrukturen bereitgestellt werden. Voraussetzung ist eine Standardisierung der Schnittstellen, wie sie z.B. durch das OGC beschrieben werden.
Das Prinzip lose gekoppelter Dienste wird neuerdings als Web 2.0 diskutiert. Auch wenn die Idee dynamischer, temporärer Verbindungen durch eine Applikationsschicht nicht wirklich neu ist, erfährt sie momentan durch einige prominente Beispiele viel Beachtung. Neu ist die breite Streuung von Basis-Geodaten durch WorldWind (NASA), GoogleEarth und -Maps, Virtual Earth (Microsoft) und ähnliche Dienste.
Der Wert eines Geoportals liegt allerdings nicht in der Bereitstellung dieser Grunddaten, sondern in dem Mehrwert, der durch die Überlagerung mit anderen, teilweise hochspeziellen Daten erzielt wird. Diese werden über Metadaten in Katalogdiensten registriert und mit dem Geoportal verwaltet. In den Applikationen des Portals können die Daten dann überlagert, navigiert, dargestellt und abgefragt werden.
Das Geoportal Rheinland Pfalz wurde Anfang 2007 in Betrieb genommen. Über die Portaloberfläche können sowohl Besucher als auch professionelle Anwender auf mehrere hundert Datenebenen zugreifen.

Das System ermöglicht den verteilten Zugriff auf die Geodaten des Landes. Die Daten werden also dort vorgehalten, wo sie auch erstellt und gepflegt werden, es werden keine Datensätze verschoben oder kopiert. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Sicherheit von dem jeweiligen Betreiber der Datendienste gewährleistet wird.
Das Portals ist einerseits auf möglichst einfache Bedienung ausgelegt (Ein-Feld-Suche), bietet professionellen Anwendern andererseits aber auch den Zugriff auf gesicherte Daten über authentisierte Benutzerkennungen.
Das Geoportal Rheinland Pfalz ist eingebettet in die Bundesweite Geodateninfrastruktur GDI-DE und bindet sich nahtlos in das auf europäischer Ebene entstehende Projekt INSPIRE ein. An den Grenzen zum Bundesland Nordrhein-Westfalen können die Geodaten von Rheinland Pfalz nahtlos mit Daten aus der GDI-NRW kombiniert werden.