Kommunikation und Dokumentation mit Wiki-Technologie

Als Social Software werden Software-Systeme bezeichnet, die der menschlichen Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit dienen. Das Schlagwort „Social Software“ ist um 2002 in Zusammenhang mit neuen Anwendungen wie Wikis und Weblogs aufgekommen; kann aber auch ältere Dienste bezeichnen. Alle Systeme oder Dienste dienen dem Zweck, Gemeinschaften aufzubauen und zu pflegen, und zwar in aller Regel über Internet-Technologie; zudem entwickeln sie sich teilweise selbstorganisiert (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Software).

Ein Wiki ist eine im World Wide Web (oder auch lokalem Netzwerk) verfügbare Seitensammlung, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online geändert werden kann. Dazu gibt es in der Regel eine Bearbeitungsfunktion, die ein Eingabefenster öffnet, in dem der Text des Artikels bearbeitet werden kann. Wie bei Hypertexten üblich, sind die einzelnen Seiten und Artikel eines Wikis durch Querverweise (Links) miteinander verbunden. Wikis ähneln damit Content Management Systemen.

Das erste Wiki wurde vom US-amerikanischen Software-Entwickler Ward Cunningham entwickelt. Den Namen wählte er, da er bei der Ankunft am Flughafen auf Hawaii die Bezeichnung "Wiki Wiki" für den dortigen Shuttle-Bus kennengelernt hatte. Dabei übernahm er die Verdoppelung, die im Hawaiischen für eine Steigerung ("sehr schnell") steht (Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki).

Wiki-Seiten und Mailing-Listen sind zwei Schlagworte für internetbasierte Formen der kollaborativen Erarbeitung und des Erwerbs von Wissen und des Austauschs von Informationen und Meinungen. Sogenannten Communities oder Plattformen im Internet treiben dabei die digitale Entwicklung voran. Viele Menschen beteiligen sich inzwischen am Aufbau von Wissensdatenbanken im Netz. Mailing-Listen wiederum dienen Gruppen als übersichtliches Kommunikationsmedium.

Damit Sie "up to date" bleiben und die neuesten Entwicklungen im netzbasierten Informations- und Wissensmanagement nicht verpassen, laden wir Sie herzlichst zu unserer Informationsveranstaltung ein. Die WhereGroup betreibt selbst mehrere öffentliche und private Fach- und Kundenwikis. Die Mitarbeiter der WhereGroup sind in weltweit mehreren dutzend Wikis vom kleinen Software-Wiki bis zur großen Wikipedia als Redakteure aktiv.

Programm
09:00 Veranstaltungsbeginn
Informelle Gespräche, Ausstellung und Beratung bei Kaffee und gekühlten Getränken. Der offene Beginn wurde gewählt, um einerseits Teilnehmern mit weiteren Anreisewegen keinen allzu frühen Start zumuten zu müssen und andererseits, um der Veranstaltungsform "Kaffeepause", die nach allgemeiner Meinung nach zu den informativsten gehört ein entsprechendes Forum zu gewähren. Des weiteren lässt es eine bessere Planung zu, da die folgenden Veranstaltungsblöcke zeitgenau beginnen können.
09:45 Begrüßung
Herr Brassat (WhereGroup) spricht zum Empfang und stellt die WhereGroup vor. Des weiteren erläutert er in Kürze das Veranstaltungsprogramm (Infoveranstaltungen, Schulungen) der WhereGroup.
10:00 Einführung zu Wikis, Mailing Listen und IRC Chats
Arnulf Christl (WhereGroup) wird in einem einführenden Vortrag die verschiedenen technischen Kommunikationsformen (Buch, statische Webseiten, Content Management Systeme etc.) vorstellen und dabei die Rolle von Wikis, Mailing-Listen und IRC-Chats näher erläutern.
11:00 Beispiele für Wikis
Anhand einiger Beispiele werden die Vielzahl und Einsatzmöglichkeiten der Wikitechnologie vorgestellt.
  1. Wikipedia: Das globale Wikipedia-Projekt und deren vernetzte Sprachvarianten
  2. Karlsruhe: Das kommunale Stadtwiki: http://ka.stadtwiki.net/
  3. Das OSGeo-Wiki: Die Kollaborationsplattform der OSGeo Community, Komitees, Systemadministration, etc.
  4. Mapbender-Wiki: Kollaborations- und Informationsplattform für das Softwareprojekt Mapbender.
11:30 Pause
11:45 OK-WaWi Wiki oder das Leben in einer heilen Welt "des Datenchaos"
Wikipedia hat es vorgemacht: Durch die Beiträge vieler Menschen hat sich im Internet eine Wissensinstanz gebildet, die den Vergleich mit etablierten Enzyklopädien nicht mehr scheuen muss. Jeder, der zu einem Thema Information beitragen kann, kann sich an der virtuellen Enzyklopädie beteiligen. Das Internet und die Community machen es möglich, dass dieses breite Wissen nicht nur weltweit zur Verfügung gestellt werden kann sondern auf dem gleichen Wege auch entsteht.
Was für ein Lexikon wie Wikipedia funktioniert, ist auch in speziellen Fachgebieten machbar. Ein Paradigmenwechsel ist sicher schon der Ansatz, ein Wiki direkt in eine Wertschöpfungskette einzubinden, ungeachtet den weiteren Vorteilen die aus diesem Vorhaben erwachsen.
Herr Spies vom Wupperverband stellt das Vorhaben eines Objektkatalogs für die Wasserwirtschaft vor.
12:30 Mittagspause
13:45 Anwendung: Akteure im Wiki, Rollen und Funktionen
Ein einführender Vortrag zur gibt Hinweise zur Bedienung von Wikis am Beispiel der Software Mediawiki. Hinweise für neue Benutzer helfen bei den ersten Schritten, Tipps für Fortgeschrittene zeigen wie es weitergeht. Hintergrundinformationen zeigen die Technik und Zusammenhänge, um zu verstehen wie man das Wiki nicht nur lesen, sondern auch die Prozesse verstehen kann, die zu einer oft redigierten und korrigierten, qualitätsgesicherten Version führen.
  • Der normale Benutzer
  • Seiten editieren
  • Neue Seiten anlegen
  • Links herstellen
  • Bilder einbinden
  • Seiten umbenennen
  • Aufgaben der Sysops und Bürokraten
  • Aufräumen
  • Accounts anlegen
  • Benutzer sperren (Spam)
  • Letzte Änderungen
14:30 Bericht GeoPortal Rheinland-Pfalz - Interne und externe Wikinutzung
Herr Ring vom Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz wird aus Sicht eines Anwenders über seine Erfahrungen und erste Schritte bei der Nutzung eines Wikis berichten.
Im Geoportal.rlp kam die Wiki- Technologie sowohl für den internen also auch für den externen und damit öffentlichen Gebrauch zum Einsatz. Während der Projektumsetzung, also für die Projektkommunikation und -dokumentation, als auch für die Informationensbereitstellung für Bürger und Nachnutzer des Geoportals kam und kommt ein Wiki zum Einsatz.
15:15 Pause
15:30 Anwendung: Arbeiten im Wiki
Neben den offensichtlichen Funktionen eines Wiki gibt es tiefergehende Möglichkeiten der Nutzung, vor allem für koordinierende Aufgaben und die Kommunikation eng verzahnter Projektteilnehmer.
Die WhereGroup hat in jahrelanger Nutzung die Erfahrung gemacht, dass Wikis Prozesse abbilden, ohne dass die Software dafür speziell angepasst werden muss. Einfach durch die aktive Verwendung und Verlinkung werden so Beziehungen und potentielle Problemfelder offensichtlich, die sonst erfordern durch eine eingehende Unternehmensberatung aufgedeckt zu werden. Das ist ein interessanter Effekt, den man sich zunutze machen kann, um sehr effektiv Wissen zu verbreiten, zu verbessern und zu archivieren. Und ganz wichtig: Ein Wiki vergisst nie.
  • Kategorien
    • Was sind Kategorien
    • Wie funktionieren Kategorien
  • Blöcke, HTML und Layout
  • Formatierungsoptionen
  • Layout ändern
  • Mit Sicherheit
    • "Letzte Änderungen" als News Feed
    • Offene Wikis
    • Zugriffsgeschützte Wikis
    • Managed Wikis
    • Wiki-Aktivitäten und -Editoren überwachen
16:15 Abschlussdiskussion
Die Erfahrung hat gezeigt, dass während der Veranstaltung Fragen auftreten, die sich nicht immer direkt beantworten lassen. Das Ende der Veranstaltung ist daher offen gehalten, um Raum für diese Fragen zu lassen und vertiefte Diskussion in kleineren Gruppen zu ermöglichen.
Die WhereGroup schließt die Tore um 18 Uhr 00.
Rückfragen
Torsten Brassat
E-Mail: torsten.brassat@wheregroup.com
Tel.: +49-(0)228-909038-12
Termin: Mittwoch, 12.September 2007
Veranstaltungsort: WhereGroup, Siemensstr. 8, 53121 Bonn
Zielgruppe: Projektleiter, Systembetreuer und Management aus Behörden und öffentlichen Verwaltungen, Kommunale Rechenzentren, Büros, Firmen und Dienstleister im GI-Bereich und alle Interessierte
Kosten: €199,- pro Person zzgl. gesetzl. MwSt.
Unsere Informationsveranstaltungen können Sie per Mail oder per Fax buchen.
Hier finden Sie unsere Teilnahmebedingungen und allgemeine Hinweise zu unseren Veranstaltungen.

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