Stadtplanportale stellen, wie der Name schon sagt, die Verbindung von klassischen Stadtplänen in Kartenform und Informationsdiensten dar. Sie halten räumliche Informationen auf unterschiedlichen Kartengrundlagen bereit. Der analoge, statische Papierplan wird so zu einem Werkzeug, um Informationen in einen räumlichen Kontext zu setzen.
Die Orientierung in einer unbekannten Stadt wird durch eine dynamische Kartenanwendung erheblich erleichtert. Wo sind die Parkhäuser zu finden, wo sind aktuelle Baustellen, wie komme ich zu den eigens für die Veranstaltung eingerichteten Parkplätzen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das lokal gepflegte Stadtplanportal Wer weiß besser was in einer Stadt los ist als die Stadt selbst?
Wie entwickelt sich eine Stadt? Es werden Planungen erstellt, Bebauungspläne öffentlich ausgelegt, Träger öffentlicher Belange informiert, vor Ort Begehungen veranstaltet und vieles mehr. Diese Aktivitäten haben alle eins gemeinsam: der Bürger muss erhebliche Zeit aufbringen, um sich aktiv einbringen zu können, wer ist schon regelmäßig im Stadthaus und sieht die dort ausgehängten Pläne? Den ersten Schritt zu einer digitalen Plattform, die das ermöglicht bildet ein Stadtplanportal.
Die Möglichkeiten der Interaktion zwischen Karte und Stadt-Information sind technisch bereits längst gegeben und Karten sind über Geoportale erreichbar. Jetzt liegt es an der Politik diese Möglichkeiten zu nutzen, indem sie Bürgerbeteiligung ermöglicht und ermutigt.
Für die Verwaltung bedeutet das Stadtplanportal noch wesentlich mehr. Endlich ist sie in der Lage von überall gezielt auf jede räumliche, digitale Information der Stadt zuzugreifen. Dritte können nahtlos in Planungsprozesse einbezogen werden, sei es die Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit zwischen Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr oder die Pflege eines Kindergarten- und Tagesstättenkatasters. Die Pflege der relevanten Daten (freie Kindergartenplätze, Lage eines Hydranten) erfolgt Online durch den Datenprovider (hier die Kindertagesstätte oder Feuerwehr). Über die zentrale Architektur ist sowohl die vollständige Übersicht aller denkmalschutzrelevanten Objekte der Stadt erreichbar als auch die Bodenrichtwertpreise.
Der Verkehrsfluss bei Eventplanungen kann erheblich verbessert werden, indem Park & Ride Möglichkeiten und zusätzliche, temporäre Stellflächen zu planbaren Terminen besonders hervorgehoben werden. Die Entlastung durch einen besseren Verkehrsfluss ist ein direkt messbares Ergebnis.
Die Geodaten einer Stadt sind den Bewohnern und Mitarbeitern der Stadt selbst am besten bekannt. Administrative Aufgaben (eine neue Hausnummer, Haltestellen, Anwohnerparkzonen, etc.) sind sofort über das Stadtplanportal abrufbar, weil der Mitarbeiter die Daten in das gleiche System eingibt. Der Bürger hat lediglich eine andere Sicht darauf. Möglich wird dies durch die Verwendung von lose gekoppelten Diensten im sogenannten Web 2.0.
Die WhereGroup setzt bewährte Technologien ein, um bestehende Geodaten optimal in Wert zu setzen. Wir helfen Ihnen, das wirtschaftliche und soziale Potential hoch-interaktiver, zielgruppenorientierter Kommunikationsportale auf Basis von Karten und Geodaten in Wert zu setzen.
Das Mainzer Stadtplanportal wurde vollständig mit Open Source Technologie implementiert. Weitere Referenzen finden Sie auch im Mapbender Wiki, der Oberflächenkomponente dieser Architekturen. Die Dienste sind nahtlos in das Geoportal RLP eingebunden, in dem auch die Metadaten gepflegt werden.
Das Besondere und auch Schöne an diesen Diensten sind jedoch vor allem die vielfältigen Informationsebenen, von denen hier einige vorgestellt werden.

Das Luftbild von Mainz wird von einem UMN MapServer als OGC WMS-Dienst bereitgestellt.

Aktuelle Flächennutzungspläne mit unterlegter Katastergrundkarte
Lärmbelastung durch Straßenverkehr bei Nacht
Einwohnerparkzonen, EC Automaten, behindertengerechte Toiletten auf einer klassischen Stadtplan-Ansicht. Die Liste der Themen ist beliebig erweiterbar und wird nach und nach weiter ausgebaut.