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Open Source

Source Code

Der vom Menschen zur Programmierung verwendete Teil einer Software ist der Source Code oder Quelltext. Um von Maschinen verarbeitet werden zu können muss dieser Quelltext in eine maschinenlesbare Datei, den Objektcode überführt werden. Dieser Prozess heißt Kompilierung und ist irreversibel. Die in diesem Prozess erstellte Binärdatei kann vom Computer ausgeführt werden, ist für Menschen aber nicht mehr lesbar und kann bis auf Details auch nicht mehr verändert werden. Ohne den Quelltext kann Software nicht verbessert oder weiterentwickelt werden.

Open Source

Der Begriff Open Source bezeichnet Software, deren Quelltext frei zugänglich und lesbar ist, mit der Software ausgeliefert wird, verändert und frei weitergegeben werden kann. Um das dauerhaft gewährleisten zu können muss die Software vor restriktiver Inbesitzname geschützt werden. Das geschieht üblicherweise durch eine Lizenz, die eine freie Weiterverteilung explizit zulässt. Genau das ist im Konzept Freie Software idealtypisch geregelt. Deshalb können die Begriffe Open Source und Freie Software heute weitgehend synonym verwendet werden. Der Begriff Open Source wurde Ende der 90er Jahre eingeführt, um die Schwammigkeit des Begriffs "Free" zu entschärfen, der sowohl "freiheitlich" als auch "gratis" bedeuten kann entsteht. Die Überlegung der Open Source Initiative (OSI) war, dass der Begriff Open Source für den kommerziellen Einsatz in Industrie und Wirtschaft attraktiver ist.

Proprietäres, oder geschlossenes Entwicklungsmodell

Proprietäre Geschäftmodelle behandeln den Quelltext dagegen wie das bestgehütete Geheimnis. Diese Geheimhaltung wird bis hin zu Redeverboten der Entwickler praktiziert. Hier hat sich der englischsprachige Begriff "NDA" (Non Disclosure Agreement) durchgesetzt, der von Entwicklern geleistet werden muss, wenn sie in einer proprietären Umgebung arbeiten müssen. Das Ergebnis ist, dass sich Entwickler nicht mehr frei austauschen dürfen und deshalb potentiell Doppelarbeit machen, bereits gelöste Probleme nochmals lösen müssen, etc. Es handelt sich dabei also um ein sehr ineffizientes Entwicklungsmodell, vor allem in unserem hochvernetzten Zeitalter des Internet.

Raubkopien und "Geknackte" Software

Es ist für den versierten Techniker mit relativ einfachen Mitteln möglich, Maschinencode zu dekompilieren und bis ins Detail zu studieren. Da für die Ausführung der Software meist eine Kopie auf der eigenen Hardware benötigt wird, um damit arbeiten zu können, ist es beinahe unmöglich, Software rein von der technischen Seite als Geheimnis zu bewahren. Die WhereGroup lehnt solches Vorgehen strikt ab und empfiehlt von vornherein ausschließlich offene und freie Software zu verwenden.

Recht und Ausübung des Rechts

Proprietäre Hersteller wälzen das selbstgeschaffene Problem geradezu elegant auf die Allgemeinheit ab. Das geschieht, indem proprietäre Software mit extrem restriktiven Lizenzen ausgestattet wird, die dem Nutzer in erster Linie alle Rechte absprechen. Werden diese Regeln verletzt, greift die Exekutive - auf Kosten der Allgemeinheit.

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