Programm 21. Mai 2026

WhereGroup Shorts

Von Technik-Profis erfahren, was richtig gut funktioniert.

WhereGroup Shorts – Aufbau einer Geodateninfrastruktur (GDI) mit Open Source

Eine klassische Geodateninfrastruktur besteht aus verschiedenen Elementen: Datenhaltung (meist in einer Geo-Datenbank wie PostGIS), Geodatendiensten (WMS, WFS etc.) und einer Client-Komponente (Mapbender, Masterportal, MapComponents, … ). Wir verstehen darunter nicht nur klassische WebGIS-Anwendungen. Auch eine PostGIS-Datenbank mit verschiedenen Nutzern, die mit Desktop-GIS arbeiten, kann bereits als GDI verstanden werden.

Wir zeigen ihnen in fünf Vorträgen, was eine GDI ist, welche Open-Source-Komponenten eingesetzt werden können und wie sie zusammenspielen. Bei den WhereGroup-Shorts zeigen wir in Theorie und Praxis, wie Datenbanken, Geodienste und Clients orchestriert werden können. Im Anschluss an jeden Vortrag besteht die Möglichkeit Fragen an das Expertenteam zu stellen.

Vortragsprogramm

Zeit Titel Speaker
09:00 bis 09:15 Uhr
Begrüßung
Olaf Knopp
09:15 - 09:45 Uhr
Was ist eine Geodateninfrastruktur (GDI) - Standards und Komponenten
Eine GDI ist Ihr Schlüssel für die Bereitstellung von Geodaten und Diensten, deren erfolgreiche Nutzung in Ihrem Team und darüber hinaus. Dabei bestimmen Sie, wer auf welche Daten zugreifen darf, und stellen Schnittstellen und Metadaten bereit. Wir schaffen zu Beginn der Veranstaltung einen Überblick, stellen die Komponenten einer GDI vor und zeigen an einem praktischen Beispiel die Vorteile und Möglichkeiten.
Astrid Emde
09:45 - 10:00 Uhr
Pause
10:00 - 10:30 Uhr
Geodatenhaltung in Datenbanken
Eine GDI ist nur so gut wie ihr Datenfundament. Dieser Vortrag zeigt, warum Dateiablagen wie Shapefiles und GeoPackages ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichen – und wie PostGIS als „Single Source of Truth" für Ordnung, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit sorgt. Mit dabei: ein Live-Datenimport und bewährte Praxistipps für den Alltag.
Annika Fröde
10:30 - 11:00 Uhr
Von der Datenbank ins Netz: Karten- und Datendienste
In den ersten beiden Beiträgen informieren wir darüber, welche GDI-Komponenten es gibt und zeigen Ihnen, wie die Datenhaltung (auch mit eigenen Daten) in der Datenbank aussieht und funktioniert. In diesem Beitrag geht es darauf aufbauend weiter. Wir zeigen, wie Sie Daten als Web-Map-Service verfügbar machen. Dafür nutzen wir beispielhaft MapServer und QGIS Server. Darüber hinaus gehen wir ausführlich auf verschiedene weitere Dienste für Vektor- und Rasterdaten ein und erläutern die zugehörigen Standards.
Jörg Thomsen
11:00 - 11:15 Uhr
Pause
11:15 - 11:55 Uhr
Zentrale Geodaten, flexible Nutzung: QGIS, Mapbender & Co im Einsatz in der GDI
Eine zentrale Datenhaltung ist eingerichtet und auch Kartendienste stehen bereit. Wie können die Daten und Dienste in unserer täglichen Arbeit genutzt werden? In diesem Vortrag dreht sich alles um verschiedene Clients in der GDI. Am Beispiel von Desktop-, Web- und Mobile-GIS (QGIS, Mapbender und QField) demonstrieren wir, wie Dienste eingebunden, Daten visualisiert und auch bearbeitet werden können. Außerdem geben wir einen Einblick in Anpassungsmöglichkeiten der Clients.
Isabelle Korsch
11:45 - 12:15 Uhr
Datensouveränität mit Open Source - Schritt für Schritt zur eigenen GDI
Die vorangegangenen Vorträge haben gezeigt: Eine leistungsfähige Geodateninfrastruktur lässt sich vollständig mit etablierten Open-Source-Komponenten aufbauen – von der Datenhaltung in PostGIS über Kartendienste mit MapServer und QGIS Server bis hin zu flexiblen Clients wie Mapbender und QField. Anders als bei proprietären Lösungen vermeiden Sie mit offenen Standards und austauschbaren Komponenten einen Vendor Lock-in und behalten die volle Kontrolle über Ihre Daten, Ihre Software und Ihre Infrastruktur. In diesem Ausblick zeigen wir, wie Sie Datensouveränität schrittweise und an jedem Punkt Ihrer bestehenden GDI umsetzen können – denn auch ein Teilumstieg einzelner Komponenten bringt bereits spürbaren Mehrwert.
Thorsten Hildebrand
12:15 - 12:30 Uhr
Verabschiedung
Olaf Knopp