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Das war die FOSSGIS 2026 in Göttingen
Seit ihrer Gründung unterstützen wir die FOSSGIS, die größte deutschsprachige Open-Source-GIS-Konferenz, als Platinsponsor. Über vier Tage haben wir uns mit alten Weggefährten der Community ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft. Herzlichen Glückwunsch an den FOSSGIS e.V. und das Geographischen Institut der Universität Göttingen für diese rundum gelungene Konferenz. Ein Vortragsprogramm mit unzähligen Talks, Lightning Talks, Workshops, Demosessions und Anwendertreffen bot wieder für jeden Geschmack etwas – fachlich hochkarätig, aber auch mit viel Raum, sich zu vernetzen.
Digitale Souveränität als Auftakt
Einen inhaltlichen Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz setzte gleich der Einführungsbeitrag unseres Geschäftsführers Olaf Knopp zum Thema Digitale Souveränität und Open Source. Darin zeigte er auf, welche Bedeutung Digitale Souveränität mittlerweile für Behörden und Wirtschaft hat – und warum Freie und Open Source Software gerade in politisch unruhigen Zeiten ein zentraler Baustein für Datensicherheit und Unabhängigkeit ist.
Ausgehend von der Definition des Kompetenzzentrums Öffentliche IT ordnete Olaf ein, was Digitale Souveränität für Organisationen konkret bedeutet: die Hoheit über eigene Sicherheits- und Datenschutzinteressen, Kontrolle über Datenübertragung und -verarbeitung sowie die freie Wahl zwischen leistungsfähigen und vertrauenswürdigen Partnern. Er verwies dabei auch auf eine Studie des Bitkom e.V., wonach sich rund 90 % der befragten Unternehmen in einer teils starken Abhängigkeit von ausländischen Technologien sehen. Sein Fazit: Freie Software erfüllt mit ihren vier Freiheiten – Programme nutzen, untersuchen, weitergeben und verbessern zu dürfen – nahezu deckungsgleich die Kriterien, die Digitale Souveränität ausmachen, und schafft damit Unabhängigkeit, Flexibilität, Transparenz und echte Datenhoheit.
Den vollständigen Vortrag gibt es hier zum Nachschauen.
Unsere Beiträge
Auch abseits des Auftakts haben unsere Kolleginnen und Kollegen wieder zahlreiche Vorträge, Workshops und Demosessions beigesteuert – von der Entwicklung eines vollständig Open-Source-basierten digitalen Zwillings über den Umgang mit modernen Cloud-Datenformaten in QGIS bis hin zur Portierung von QGIS-Plugins auf QGIS4/Qt6. Eine Auswahl:
- Vortrag „Open Source Tools zur Erstellung von 3D Tiles – Erfahrungen und Herausforderungen“ - Martin Alzueta über den Aufbau eines Open-Source-basierten digitalen Zwillings
- Vortrag „QGIS-Plugins unter QGIS4/Qt6 lauffähig machen“ - Johannes Krögers praktischer Überblick zu Portierungsschritten, Tools und Fallstricken
- Workshop „Wie kann ich mit Python ein QGIS-Plugin programmieren?“ - Isabelle Korsch zu den Grundlagen der QGIS-Plugin-Entwicklung, außerdem mit einer Demosession zu Cloud-optimierten Datenformaten wie COG, COPC, FlatGeoBuf, PMTiles & GeoParquet
- Vortrag „Warum ich nach 25 Jahren den MapServer immer noch lieb habe“ - Jörg Thomsen über die aktuellen Funktionen und besonderen Features, die MapServer von GeoServer und QGIS unterscheiden.
Alle Aufzeichnungen der FOSSGIS 2026 stehen – wie gewohnt vom c3voc aufgezeichnet – zum Nachschauen bereit.
Wir bedanken uns bei allen, die uns an unserem Stand oder in den Pausen zwischen den Vorträgen besucht haben, für die vielen guten Gespräche und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen bei der FOSSGIS 2027.
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